Benimm-Regeln für Video-Meetings

Videokonferenzen fordern uns anders und mehr als ein normales Telefonat. Schließlich sind die meisten von uns keine TV-Profis! Trotzdem sollten wir einen kurzen Check vor der Kamera machen, bevor das Video-Meeting richtig losgeht. Das heißt: checken Sie, ob Ihre Frisur präsentabel ist und ob das Oberteil richtig sitzt. Das gilt übrigens auch für Frauen! Hier ein paar Tipps, wie wir die Video-Calls erfolgreich gestalten können.

Aussehen

Erstens: Ziehen Sie sich vernünftig an! Es sieht zwar (hoffentlich!) niemand, ob Sie eine richtige Hose oder die Pyjamahose tragen. Aber: im ersten Fall fühlen Sie sich professioneller. Und das beeinflusst den Eindruck, den Sie bei den anderen Teilnehmern machen. Das gleiche gilt für den Bild-Hintergrund. Eventuell sollten Sie Ihren „Bikes and Girls 2020“ Kalender zumindest vorübergehend durch ein intellektueller wirkendes Kandinsky-Poster ersetzen… Ebenso wichtig: Der Raum sollte ausreichend hell sein. Eine dunkle Silhouette mit Hintergrundbeleuchtung kann gruselig wirken!

Gut vorbereitet

Zu einer guten Vorbereitung gehören sowohl der technische Check als auch die inhaltliche Planung. Am besten testet man den Bildausschnitt und Kameraeinstellungen vor Beginn des Meetings. Die Kamera sollte auf Augenhöhe des Gegenübers – nicht von oben oder unten – gerichtet sein und das Mikrofon eingeschaltet.

Eine gute inhaltliche Vorbereitung zeigt Respekt vor der Zeit der Teilnehmer – egal ob Sie mit Kunden oder Kollegen sprechen oder sogar in einem Bewerbungsgespräch sitzen. Natürlich verläuft das Gespräch je nach Zielgruppe unterschiedlich aber man sollte darauf achten, dass Teilnehmer nacheinander und nicht gleichzeitig sprechen. Da helfen auch strukturierte und geordnete Beiträge enorm.

Um alles, was Lärm macht oder stört – hereinstürmende Kinder, ein piependes Telefon – sollte man sich vorher kümmern. Schlürfgeräusche stören und werden teilweise durch das Mikrofon noch unappetitlicher. Seien Sie also vorsichtig beim Kaffee trinken während des Meetings! Außerdem ist es besser, man putzt sich die Nase nicht gerade direkt in die Kamera. Bei einem förmlichen Gespräch ist es vernünftig, Tiere auszusperren – wobei die Katze, die vor der Kamera spazieren geht, zur Auflockerung eines weniger formellen Gesprächs beitragen kann.

Teilnehmer in die Pflicht nehmen

Die Teilnehmer sollten aktiv werden und mitwirken – nicht das Gefühl haben, sie sitzen vor dem Fernseher und schauen eine Talkshow. Das heißt, der Moderator sollte sicherstellen, dass die Mitglieder sich aktiv in die Konferenz einbringen. Ob jeder kurz über seine momentane Situation berichtet oder das Team in Gruppen aufgeteilt wird, um kleine Aufgaben zu lösen – derartige Herausforderungen halten die Teilnehmer aufmerksam und wach.

Tonfall und Emotionen

Der Tonfall sollte angebracht und respektvoll sein. Wichtig ist, dass emotionale oder konfliktbeladene Gespräche nicht vor der Kamera abgehalten, sondern in einer persönlichen Unterhaltung ausgebügelt werden.

Körpersprache

Beim Video-Call fällt auf, wie wichtig die Körpersprache ist. Man kann sich nie wirklich in die Augen schauen und manchmal weiß man nicht, wer mit wem spricht. Umso wichtiger ist aktives Zuhören. Ein positives Nicken, wenn andere etwas sagen, vermittelt dem Gegenüber das Gefühl, ernst genommen zu werden. Wenn aber ein Kollege etwas behauptet, womit man selber nicht einverstanden ist, bitte nicht mit dem Kopf schütteln oder die Augen rollen. Wir sitzen alle „im gleichen Bildschirm“ !