Mit Vollgas Richtung ALL-IP – zwei Migrations-Modelle für den Mittelstand

Mit der ALL-IP-Umstellung stehen derzeit viele Unternehmen vor der Herausforderung, die lang aufgeschobene IP-Migration zeitnah in Angriff zu nehmen. Für Systemhäuser öffnet sich damit ein riesiger Wachstumsmarkt, sofern sie den Betroffenen ein passgenaues Migrationsmodell anbieten können. ITK-Entscheider sind verunsichert ob der vielen Angebote, Systemintegratoren sehen sich vor der Herausforderung, auf die Bedenken der Kunden einzugehen und diese mit maßgeschneiderten Migrationsmodellen auszuräumen.

 

Verschiedene Wege führen zur neuen ALL-IP-Telefonanlage

Je umfangreicher das Migrationsprojekt, umso größer sind meist die Bedenken auf Kundenseite. Die nachfolgenden zwei Szenarien sollen die Vorgehensweise bei Migrationsprojekten veranschaulichen und Zweifel ausräumen.

 

  1. Sanfte IP-Migration mit Weiterbetrieb der bestehenden Infrastruktur

Drohende Mammutprojekte sollten zunächst in überschaubare Aufgabenblöcke zerlegt werden. So entsteht ein stufenweiser, sanfter Migrationspfad. Unternehmen können zunächst die vorhandene Telefonanlage weiternutzen und gleichzeitig von nützlichen Features im Zuge der ALL-IP-Umstellung profitieren. Die zukunftssichere Appliance wird als Gateway zwischen dem Altsystem und dem neuen ALL-IP-Anschluss integriert. Diese Vorgehensweise löst das entscheidendste Problem: der Netzzugang bleibt auch nach der Vertragskündigung bestehen. Gleichzeitig erhält die ISDN-Anlage auf diese Weise im Bedarfsfall mehr Kanäle, mehr Benutzer und die Möglichkeit der Verwendung von UCC-Software. Auch die Vernetzung verschiedener Standorte oder von Mitarbeitern im Home-Office sowie die Verwendung von IP-Telefonen und eine bessere Sprachqualität ist durch diese Vorgehensweise möglich. Für Unternehmen, die wachsen und ihre bisherige Anlage weiterbetreiben möchten, stellt diese Variante einen Einstieg in die ALL-IP-Welt dar.

 

  1. Austausch der vorhandenen TK-Anlage und Umstieg auf eine ALL-IP-Telefonanlage

Nach wie vor zögern mittelständische Unternehmen vor der Investition in eine neue Telefonanlage. Dabei ergeben sich zahlreiche Vorteile durch den Einsatz der neuen Technologie. Das ALL-IP Paket der Deutschen adaTelekom beispielsweise bietet aktuell zwei Kanäle und kann um weitere vier Kanäle erweitert werden. Per SIP-Trunking sollen in Zukunft sogar bis zu 120 Kanäle bereitgestellt werden. Weitere Vorteile von ALL-IP-Telefonanlagen sind die verbesserte Sprachqualität und der Einsatz von UCC-Clients. Darüber hinaus lassen sich auf einfache Weise weitere Telefone (auch DECT) oder Mitarbeiter (auch aushäusig) integrieren. Das zukunftssichere System passt sich also der Unternehmensgröße an.

 

Je nach Unternehmensgröße und Projektanforderung kann ein anderes Migrationsmodell sinnvoll sein. Die aktuelle Infrastruktur sollte daher vor Migrationsbeginn genau analysiert werden. Eine strukturierte Planung und eine Umsetzung mittels mehrerer kleiner Projektabschnitte verhelfen zudem zu einem besseren Überblick und einer reibungslosen Migration.