Internet of Things: Wie smarte Technologien die Arbeitswelt verändern

Smart Watches, vernetzte Zahnbürsten, VR-Brillen für Spielekonsolen: Ein Blick in den Kaufhauskatalog genügt, um zu erkennen, dass das Internet of Things (IoT) auf dem Vormarsch ist. In den letzten Jahren kristallisieren sich aber auch immer mehr Anwendungen für den Office-Bereich heraus, die unseren Arbeitsalltag in Zukunft smarter machen.

Raumklima und Beleuchtung

Bereits heute lassen sich viele Technologien, die in die Kategorie Smart Buildings fallen, im Büro finden. Dazu zählen beispielsweise vernetzte Thermostate, die sich an die Wettervorhersage anpassen und die Temperatur nach Feierabend herunterfahren. Ähnliche Konzepte gibt es auch für Klimaanlagen, Verdunkelungsanlagen, Licht- oder Fenstersteuerungen. Vernetzt mit entsprechender Sensorik lüften Fenster automatisch, sobald die Luft im Raum zu stickig wird. Durch die smarte Steuerung von Licht und Raumklima tragen Firmen zum Klimaschutz bei und sparen Energiekosten.

Arbeitsplatz

Mit Tools für Unified Communications and Collaboration (UCC) hat sich in Sachen Teamarbeit und Produktivität in den letzten Jahren einiges getan. Mit IoT-Technologien lässt sich der Arbeitsplatz weiter upgraden. So fährt beispielsweise der Office-PC selbstständig hoch, sobald der Mitarbeiter seinen Firmenausweis an der Pforte über den Kartenleser zieht. Auch High-End-Anwendungen wie ein Bürostuhl, der die Körpermaße scannt und sich automatisch ergonomisch ausrichtet, sind mehr als nur Zukunftsmusik.

Predictive Maintenance

Im digitalen Zeitalter lässt sich so gut wie jedes Bürogerät mit dem Internet of Things vernetzen – vom Smart TV über den Beamer bis hin zum Drucker. Dies entlastet die IT beim Geräte-Management. Steht eine Wartung an, wird der verantwortliche Mitarbeiter einfach per E-Mail informiert. Weiterer Vorteil: Fehlt Material wie Papier oder Druckertoner, wird dies automatisch ohne menschliches Zutun nachbestellt.

Organisation und Scheduling

Das Internet of Things könnte auch bald schon die aufwendige Organisation des Terminkalenders vereinfachen. Befindet sich der Mitarbeiter etwa auf dem Weg zum Meeting im Stau, erkennt dies das smarte Auto automatisch, berechnet die Verspätung anhand der Live-Verkehrsdaten und versendet eine E-Mail an die Kollegen. Oder: Muss der Mitarbeiter vor der Dienstreise noch tanken, wird er per E-Mail oder Notification automatisch darauf hingewiesen, mehr Zeit einzuplanen.

Sicherheit

Stichwort Industriespionage: Für Innovationsfirmen ist es das A und O, ihr Know-how zu schützen. Auch hier helfen smarte Technologien. Sicherheitssysteme erkennen über Sensoren in den Türen ungewöhnliche Verhaltensweisen. Registriert das System etwa nach zehn Uhr abends Bewegungen in der F&E-Abteilung, obwohl dies im Monat zuvor nie der Fall war, löst es einen stillen Alarm aus. Unternehmen schützen so sensible Daten und minimieren gleichzeitig den Personalaufwand.

Endgeräteintegration

Mit dem Internet of Things vernetzte Technologien lassen sich über unterschiedlichste Endgeräte steuern. Voll im Trend liegen Wearables wie Smart Watches oder Armbänder. Am weitesten verbreitet ist jedoch nach wie vor das Smartphone – es passt in die Hosentasche, bündelt Kommunikationskanäle und fast jeder besitzt eines.

Von STARFACE Partnern gibt es inzwischen übrigens auch clevere Proofs-of-Concept, die Thermostate, Rollläden, Türsprechanlagen und weitere Komponenten als Nebenstellen an die Telefonanlage anbinden. Damit lässt sich das Raumklima mobil steuern oder mit dem Paketboten vor der Bürotür auch von unterwegs aus reden. Und am STARFACE Hauptsitz in Karlsruhe öffnen die Mitarbeiter das Tor der Firmengarage per Kurzwahltaste – auch das ist IoT.

Fazit: Das Internet of Things bleibt spannend

Der heutige Entwicklungsstand des Internet of Things ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange. Derzeit liegt der größte Nutzen für Unternehmen im Bereich Raumklima- und Lichtsteuerung, da sich diese Investitionen durch Energieeinsparungen schnell amortisieren. Im Zuge der Digitalisierung gibt es jedoch immer mehr Geräte mit integriertem Mikroprozessor, die potentiell als IoT-Komponente in Frage kommen. Und auch Technologie und Plattformen entwickeln sich stetig weiter und werden ausgereifter. Wo die Reise hingeht und welche Technologien sich in der Praxis durchsetzen werden, ist schwer vorauszusagen. Aber wer weiß, vielleicht sitzen wir schon bald mit Augmented Reality-Brille im Büro. Wir halten Sie im STARFACE Blog auf dem Laufenden.