Inhouse Mobility-Ansätze für das moderne Büro

Wer im Büro mobil telefonieren will, hat die Qual der Wahl: Mit Voice-over-WLAN, SIP-DECT und FMC kommen gleich drei bewährte Technologien in Frage. Lesen Sie im Folgenden über die Vor- und Nachteile der drei Ansätze.

 

Klassische Bürokonzepte sind out. Das moderne Büro ist geprägt von offenen Räumen und einer flexiblen Arbeitsplatzwahl. Auch Arbeiten abseits des Schreibtisches wird immer relevanter. Dreh- und Angelpunkt dieser modernen Arbeitswelt sind mobile Kommunikationsnetzwerke. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach cleveren und bezahlbaren Inhouse Mobility-Konzepten stetig steigt. Planer und Projektmanager entsprechender Lösungen können dabei bei Planung und Umsetzung auf drei leistungsfähige Technologien zurückgreifen:

 

 

Alle drei Technologien erhalten regelmäßig Einzug in die ITK-Infrastruktur von Unternehmen. Welcher Ansatz sich dabei in der Praxis am besten eignet, hängt ganz von den Anforderungen und der Beschaffenheit der Office-Umgebung ab.

 

VoWLAN ist die richtige Technologie für:

 

Unternehmen, die schon über IP telefonieren: Unternehmen, die ohnehin schon mit VoIP telefonieren, verfügen bereits über Netzwerke, die für die Übertragung von Sprachpaketen optimiert sind. Damit haben ITK-Verantwortliche die Quality of Service über SIP-Priorisierung, VLANs und Sprachkomprimierung gut im Griff.

 

Unternehmen mit einem professionellen WLAN: Ist in den Büros ein flächendeckendes WLAN-Netz vorhanden, lässt sich die mobile Telefonie via VoWLAN mit vergleichsweise wenig Aufwand realisieren. Die meisten Unternehmens-WLANs basieren auf dem aktuellen Standard 802.11n. Sie verfügen also bereits über eine für die Sprachübertragung erforderliche Bandbreite. Die Netzwerk-Experten der IT-Abteilung können zudem viele Fragen, etwa im Hinblick auf Authentisierung, Provisionierung und Verwaltung mobiler Endgeräte beantworten.

 

Unternehmen, die viel Wert auf Zukunftssicherheit legen: In den nächsten Jahren wird sich das Thema Inhouse Mobility immer weiter in Richtung VoWLAN verlagern, denn Alternativtechnologien, besonders SIP-DECT, habe ihren Zenit bereits überschritten. Mit VoWLAN sichern Business-Anwender die Zukunftssicherheit der Komponenten und halten sich die Möglichkeit für spätere Upgrades offen.

 

Unternehmen mit vielen heterogenen Mobilgeräten: Sind in Unternehmen eine Vielzahl unterschiedlicher Mobilgeräte zu finden – vom günstigen Einsteiger-Modell bis zum High-End-Flaggschiff – bietet VoWLAN beste Möglichkeiten der Integration.

 

SIP-DECT ist die richtige Technologie für:

 

Unternehmen mit anspruchsvoller Office-Umgebung und hohem Telefonaufkommen: SIP-DECT wurde ursprünglich zur reinen Sprachübertragung entwickelt und bietet eine hervorragende Sprachqualität, zumal die Kommunikation ohne Interferenzen in einem eigenen Frequenzband erfolgt. SIP-DECT erlaubt die Anmeldung zahlreicher Endgeräten an einer Basisstation und eignet sich daher besonders gut für Büroumgebungen mit hohem Telefonaufkommen.

 

Unternehmen mit weitläufigen Gelände- und Gebäudekomplexen: Bis zu 50 Meter große Funkzellen und eine hohe Signalstärke sind Merkmale, die SIP-DECT auszeichnen. Auf diese Weise wird eine günstige und durchgängige Abdeckung von ganzen Bürokomplexen oder weitflächigen Business-Zentren ermöglicht. Auch an die Büroumgebung angrenzende Bereiche wie Lagerhäuser, Treppenhäuser oder Ausstellungsflächen lassen sich dadurch wirtschaftlich und effizient anbinden.

 

Unternehmen mit schwierigen baulichen Gegebenheiten: Viele Immobilien lassen aufgrund Ihrer Bauweise keine ausreichende Netzabdeckung zu. Verwinkelte Altbauten, Trockenbauinfrastrukturen und dicke Stahlbetonmauern reduzieren die Feldstärke enorm. Mit DECT lassen sich aber auch solche baulichen Hürden überwinden, da mehrere, übereinander liegende Funkzellen das Signal verstärken.

 

Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen: Darüber hinaus unterstützt DECT eine lückenlose Verschlüsselung der Kommunikation an der Luftschnittstelle und wird damit selbst hohen Sicherheitsanforderungen gerecht.

 

FMC ist die richtige Technologie für:

 

Unternehmen mit hoher Smartphone-Dichte: Die Einbindung von Smartphones in die TK-Anlage kann eine anspruchsvolle DECT-Installation, beispielsweise im Verwaltungswesen, nicht gleichwertig ersetzen. In vielen Szenarien ist FMC aber oft eine gute Alternative, etwa in der Vertriebsabteilung eines mittelständischen Unternehmens, bei dem ohnehin alle Kollegen ein Smartphone nutzen.

 

Unternehmen mit geringem Budget für Inhouse Mobility: Moderne Telefonanlagen sind standardmäßig in der Lage, GSM-, UMTS- und LTE-Telefone als vollwertige Nebenstellen zu integrieren. Auf diese Weise bleiben Mitarbeiter überall auf dem Gelände unter einer Rufnummer erreichbar. Bis auf die Mobilfunkkosten, die sich mittels flexibler Tarifoptionen kontrollieren lassen, entstehen hier keine weiteren Kosten.

 

Fazit
Inhouse Mobility bleibt, angesichts des Siegeszugs moderner Arbeitsplatzmodelle, ein relevantes Thema. Bei der Umsetzung der entsprechenden Konzepte kommt der eingesetzten Telefonanlage eine Schlüsselrolle zu: Flexible UCC-Plattformen unterstützen VoWLAN, SIP-DECT und FMC gleichermaßen – und ermöglichen es Unternehmen, ihre mobile Infrastruktur flexibel zu gestalten und bei Bedarf jederzeit an neue Anforderungen anzupassen.