Empfangsdame war gestern…

Türsprechstellenanlagen erfordern in der Regel Personal im  Empfangsbereich. Verknüpft man eine IP-fähige Sprechstellenanlage aber mit der IP-Telefonanlage des Unternehmens, lässt sich die Rezeption eines Unternehmens dezentral und flexibel betreuen – die klassische Empfangsdame hat in diesem Fall ausgedient.
Im Zeitalter von IP-Netzwerken vernetzen sich Türsprechstelle und IP-Telefonanlage ohne großen Aufwand über das Unternehmens-LAN. Damit fungiert die Türsprechstelle als Nebenstelle der Telefonanlage. Das Unternehmen erhält für die Betreuung seines Empfangs ganz neue Möglichkeiten: Klingelt ein Besucher an der Tür, baut die Sprechstelle automatisch eine Sprachverbindung zu einer vorher festgelegten Rufnummer auf. Der zuständige Mitarbeiter hat dann die Möglichkeit, über sein Telefon Rückfragen zu stellen und von seinem Arbeitsplatz aus per Funktionstaste die Tür zu öffnen.

 

Vorsicht, Kamera!
Auch die Übertragung von Kamerabildern ist kein Problem: videofähige Türsprechstellen (z.B. von Stentofon Baudisch) übertragen Kamerabilder aus dem Eingangsbereich in die Telefonanlage. Die Mitarbeiter können sich diese Bilder dann entweder über den UCC-Client von STARFACE auf ihren Monitoren oder auf den Displays der Endgeräte anzeigen lassen.
Bei Bedarf lassen sich via IP sogar Kameras in die Telefonanlage einbinden, die kein integraler Teil der Türsprechstelle sind. Die gesendeten Bilder erscheinen dann ebenfalls im UCC-Client. So sind clevere Alternativ- oder Zusatzlösungen mit externen Kameras realisierbar (wie z.B. das Überwachen des Eingangsbereichs aus dem Gebäudeinneren).

 

Safety first
Bei externen IP-Zugängen muss verhindert werden, dass Unbefugte über die Sprechstelle Zugriff auf das Firmennetzwerk erhalten. Die Absicherung geschieht mit einem LAN-Secure Adapter im Gebäudeinneren. Unerwünschte Netzwerkzugriffe von außen sind somit unmöglich. Das Firmennetzwerk ist zuverlässig geschützt.
Die Sprachqualität an der Türsprechstelle ist im IP-Netz kein Problem. Voraussetzung ist die Anbindung der Türsprechstellen über bidirektionale Vollduplex-Verbindungen. Für die Telefonanlage ist die Verbindungsqualität kein Problem, weil im Unternehmens-LAN ausreichend Bandbreite für eine kristallklare Servicequalität bereit steht. Die Sprachprotokolle sind in der Regel priorisiert und werden komprimiert übertragen.
Als Nebenstelle der Telefonanlage lässt sich die Türsprechstelle im Prinzip genauso leicht programmieren wie jedes Telefon. Somit können Betriebe mit festen Arbeitszeiten die Sprechstelle zum Beispiel so konfigurieren, dass Lieferanten, die zwischen 8 Uhr und 17 Uhr läuten, automatisch hereingelassen werden. Vor und nach der Kernarbeitszeit wird der Empfangsbereich dann manuell über definierte Mitarbeitertelefone betreut.

 

Für KMU erschwinglich
Die Integration von Türsprechstellen in ALL-IP Telefonanlagen ist für Betriebe jeder Größe wirtschaftlich realisierbar. Ein Kleinbetrieb wird in der Regel mit einer kleinen STARFACE Compact Anlage und einer simplen Klingelstelle mit Ein-, Zwei-, Drei- oder Viertastern im Eingangsbereich auskommen. Bei Betätigung einer der Tasten leitet die Telefonanlage den Besucher dann ganz einfach regelbasiert an eine bestimmte Rufnummer oder eine Rufgruppe, etwa eine Abteilung, weiter.
In größeren Unternehmen kommen naturgemäß größere Anlagenmodelle und leistungsfähigere Sprechstellen zum Einsatz, bei denen die Anwahl über Ziffernfelder erfolgt. Der Vorteil dabei: Kennt der Besucher die Durchwahl seines Ansprechpartners, kann er diese eingeben und landet direkt beim gewünschten Mitarbeiter.

 

Einbindung analoger Türsprechanlagen
Interessant für die Modernisierung von Immobilien: Über einen D/A-Wandler lassen sich selbst analoge Türsprechstellen in die IP-Telefonie von STARFACE einbinden. Die Verschmelzung von Tür- und Telefonkommunikation ist also auch in bestehenden Infrastrukturen umsetzbar.